14.06.2017

Die digitale Verwaltung von Premium-Bildwelten: Michael Sahlender über CELUM Asset Management

Fiona Brutscher schreibt als Redakteurin über Reise, Mode, Design und Kultur. Für sie ist wahrer Luxus immer auch nachhaltig.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – vor allem in sozialen Medien, wo tausend Worte wahlweise das 140-Zeichen-Limit überschreiten, zu unterirdischen Engagement-Raten führen oder schlicht nicht gelesen werden. Storytelling in digitalen Medien ist ohne Bilder nicht denkbar. Luxusunternehmen müssen beim Erzählen ihrer Markengeschichten besonders darauf achten, die Wertigkeit des realen Produkts auch digital zu vermitteln.

Digitale Verwaltung von Bildern und Inhalten für die Luxusbranche

Michael Sahlender, Chief Business Officer der Gruppe und Geschäftsführer der CELUM Deutschland GmbH © 2016
Michael Sahlender, Chief Business Officer der Gruppe und Geschäftsführer der CELUM Deutschland GmbH © 2016

Storytelling mit Premium-Bildwelten ist einerseits ein kreativer Prozess, geprägt von Markenstrategen, Fotografen und Grafikern. Andererseits muss digitales Storytelling aber auch logistisch verwaltet werden. Je größer die Bilderflut und je unterschiedlicher die Plattformen, in die sie geleitet wird, desto wichtiger wird das digitale Asset Management. Deswegen holen sich namhafte Premium-Marken wie Swarovski, Montblanc, Kaldewei und Dornbracht Unterstützung von CELUM.

Michael Sahlender, Chief Business Officer der Gruppe und Geschäftsführer der CELUM Deutschland GmbH, erklärt, warum der Luxury Business Day für ihn als Gast und Speaker so interessant ist: „Die Luxusbranche ist eine unserer Hauptzielgruppen. Um unserem Kunden überlegene Lösung anzubieten, muss ich die Probleme und Herausforderungen der Branche kennen und verstehen. Wir sind der Innovationsführer, deswegen müssen wir einerseits immer ein paar Schritte voraus sein, andererseits nah am Kunden.“

Digitale Bildverwaltung für globales Arbeiten

Digitale Verwaltung von Premium-Bildwelten: die CELUM-Benutzeroberfäche mit Dior-Inhalten
Digitale Verwaltung von Premium-Bildwelten: die CELUM-Benutzeroberfäche mit Dior-Inhalten

Nah ist allerdings im übertragenen Sinne zu verstehen, denn die knapp 900 Kunden und über eine Million Nutzer von CELUM sitzen in 35 Ländern und arbeiten auch innerhalb ihrer Unternehmen grenzüberschreitend: „Wir stehen für die digitale Zusammenarbeit der Zukunft“, so Sahlender. „Content-Verwaltung ist ein altes Problem, für das wir neue Lösungen bieten, aber wir denken auch darüber nach, wie man effizienter zusammenarbeiten kann, zum Beispiel in virtuellen Teams, wo der Markenmanager in Brasilien sitzt und mit Vertrieblern in Europa und Asien gemeinsam Kampagnen planen muss. Die Unternehmen betrachten ihre Kommunikation zum Glück immer mehr kanalübergreifend. Die wenigen Silos, die es momentan noch gibt, zum Beispiel zwischen Print und Online, werden langsam aufgebrochen.“

Digitalisierung, Konsolidierung und Verwaltung – für alle Plattformen

An diesem Status quo setzt CELUM an, so Sahlender:
„Es gibt die Inhalte schon, nur häufig doppelt und dreifach. Früher hat der Kollege, der ein Magazin herausbringt, andere Inhalte benutzt als der Kollege, der die Social-Media-Kanäle befüllt. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, zu konsolidieren und eine gemeinsame Basis zu schaffen, damit alle verwendeten Bilder in allen Kanälen, bis hin zum letzten Newsletter, aus einer Quelle kommen.“

Natürlich ist es nicht mit der Konsolidierung der digitalen Bilder getan, denn gerade traditionsreiche Luxusfirmen haben auch ein analoges Archiv, wie Sahlender aus eigener Erfahrung weiß: „Es gibt große Schränke in Unternehmen, wo Archivmaterial noch auf Disketten oder CD liegt. Das muss erst digitalisiert werden, aber in den erfolgreichen Luxus-Unternehmen fängt man nie auf der grünen Wiese an. Es ist immer schon etwas da, zum Beispiel eine Medien-Datenbank. Leider gibt es die häufig einmal pro Abteilung oder einmal pro Land, also multipliziert sich alles. Wenn ich aber erst eine konsolidierte Content-Basis habe, dann kann ich ganz anders Geschichten erzählen.“

Wie das dann in der Praxis aussieht, erklärt Sahlender so:
„Es gibt bei CELUM jedes Bild nur einmal, und zwar in der höchsten Auflösung, für jeden Verwendungszweck. Mit einem Klick wird eine Version des Bilds generiert, die die richtige Größe und das richtige Format für die entsprechende Plattform hat. Man kann auch analysieren, welcher Content gut performt, und tracken, welche Version eines Bilds am besten funktioniert. Solche Daten kann ich nur effizient verfolgen, wenn sie für das ganze Unternehmen zentral verwaltet werden.“

Trotzdem beobachtet Sahlender, dass gerade Kunden aus den Premium-Marken mit der Vielfalt an Social-Media-Plattformen ringen: „Das ist ein riesiges Thema für viele Kunden, die natürlich penibel darauf achten, mit welchen Marken sie sich auf eine Plattform begeben. Die meisten sind dabei, sich zu öffnen. Es gibt viele Trends, viele Plattformen und immer mehr Content, deswegen muss man immer schneller in die Kanäle. Zeit ist dabei ein relevanter Faktor, deswegen braucht man auch eine Lösung, die die Befüllung dieser Kanäle unterstützen kann.“

Konsistente Kommunikation beim Storytelling mit Premium-Bildwelten

Digitale Verwaltung von Premium-Bildwelten: die CELUM-Benutzeroberfäche mit Victorinox-Inhalten
Digitale Verwaltung von Premium-Bildwelten: die CELUM-Benutzeroberfäche mit Victorinox-Inhalten

Sahlender kommt aber immer wieder auf den wichtigsten Aspekt von Storytelling mit Premium-Bildwelten zurück: „Wertigkeit transportieren Luxus-Unternehmen vor allem durch konsistente Kommunikation. Der Konsument erwartet, dass das Erscheinungsbild über alle Kanäle hinweg konsistent ist, dass Bilder, Videos, 3-D-Inhalte, Virtual Reality und alles andere die gleiche Farbwelt, Bildwelt und einen sofortigen Wiedererkennungswert bieten.“

Wie digitales Asset Management Firmen dabei unterstützen kann, verrät Sahlender beim Luxury Business Day.

Hören Sie Michael Sahlenders Vortrag über „Millennials in der digitalen Transformation: der konsistente Markenauftritt als Herausforderung für das Luxus-Business.“

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