13.04.2017

Luxus zum Anfassen: Online-Boutiquen versuchen sich im Offline-Geschäft

Online-Unternehmen gehen offline

Fast jeder Luxus-Shop – vom mittelständischen Fachgeschäft bis zur internationalen Marke – hat inzwischen eine Online-Präsenz. Auch wenn Online-Boutiquen oft noch unter “ferner liefen” geführt werden, scheint der Internet-Vertrieb unumgänglich. Dass damit das Schicksal konventioneller Ladengeschäfte längst nicht besiegelt ist, beweist ein Gegentrend.

Immer wieder gehen Online-Unternehmen den umgekehrten Weg und eröffnen Shops in bester Innenstadtlage, also ganz altmodisch “offline”.

Rebelle: Vintage-Luxus in der Offline-Boutique

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Erfahren Sie mehr über Luxus-Verkaufswege – online wie offline – beim Luxury Business Day.

Das neueste Beispiel: Rebelle, der Online-Shop für Vintage-Luxus, betreibt seit Februar einen Pop-Up-Store am neuen Wall in Hamburg. Die Laufzeit wurde gerade verlängert. Der Shop ist ein Offline-Erfolg, weil er genau das bietet, was Kunden online verwehrt bleibt. Stöbern, Probieren und Qualitätsprüfung spielen gerade bei gebrauchten Premium-Produkten eine Rolle. Gleichzeitig wird online über den Rebelle-Shop, die zahllosen Events und In-Store-Kooperationen berichtet, was wiederum die Authentizität der Online-Boutique steigert.

Farfetch: Die Offline-Boutique der Zukunft

Eine noch bemerkenswertere Meta-Ebene bietet “The Store of the Future,” den die Online-Modeplattform Farfetch in London vorgestellt hat. Farfetch bietet unabhängigen Boutiquen und Designern ohne eigenen Online-Shop einen digitalen Vertriebsweg für hochwertige Designer-Mode. Das neue Projekt, das sich noch in der Beta-Phase befindet, soll genau diesen Geschäften helfen, auch ihren Offline-Vertrieb mit digitalen Projekten zu optimieren. In einem Ladengeschäft findet sich das Konzept ab Herbst, vorerst nur in London.

RENÉSIM: Vom Online-Juwelier zur Münchner Schmuck-Boutique

Nicht nur Textiles verkauft sich heute offline wie online. RENÉSIM, der „Juwelier des 21. Jahrhunderts“, wurde 2010 als reiner Online-Juwelier gegründet. Mit wachsendem Erfolg stieg aber auch die Nachfrage nach einer Offline-Präsenz. Seit 2016 können Kunden den individuell konfigurierbaren Luxus-Schmuck auch in der Münchner Boutique kaufen.

Autorin: Fiona Brutscher