8.1.2018

Immer wieder Kult: Die Rolls-Royce Phantom Story

Der Phantom VIII von Rolls-Royce ist noch leiser, noch komfortabler, noch erlesener als seine Vorgänger. „The Spirit of Ecstasy“ schreibt weiter Erfolgs- und Luxus-Kult-Geschichte, nicht nur bei Staatsoberhäuptern und Stars: Die Ausstellung aller Phantoms in Berlin wurde wegen des großen Besucherinteresses bis 25. Februar verlängert.

Berlin, Ku’damm, Ecke Uhlandstraße, Andrang unter der Glastrommel des BMW Hauses: über 50.0000 Gäste begaben sich bis Anfang Dezember auf eine Reise durch die Rolls-Royce Geschichte bis zum funkelnagelneuen Phantom. Die achte Generation kommt erst jetzt, Anfang 2018, in den Handel. Doch hier sind alle live zu sehen, auf deren Kühlerhaube seit 1925 the „Spirit of Ecstasy“ einer Göttin gleich zum Abflug ansetzt, um die vornehmste Art der Entschleunigung zu zeigen: die acht Generationen des Phantom. Die Figur steht für das berühmteste Luxus-Automobil der Welt, Status-Symbol der Könige, Staatsoberhäupter und Stars. „Seit dem Debut ist jede Rolls-Royce Phantom Generation das Automobil der erfolgreichsten und bedeutendsten Frauen und Männer und hat damit einen festen Platz in den ganz besonderen historischen Augenblicken.“ Dessen ist sich Torsten Müller-Ötvös, CEO von Rolls-Royce Motor Cars, bewusst.

Auf den unterschiedlichsten Bildern unseres kulturellen und historischen Gedächtnisses steht ein Phantom. Angefangen beim eleganten Broadway-Star Fred Astaire Anfang des letzten Jahrhunderts, der seinen schwarzen Phantom I „Baby“ nannte, über Marlene Dietrich zu Aga Khan oder Queen Elizabeth. Schon immer erinnert die Limousine an einen rollenden Palast: groß, breit, mit verlängertem Radstand, für Alleen statt Sträßchen und Tiefgaragen in europäischen Städten gemacht. Auch im Innenraum krönt jedes Detail das andere mit purem Luxus. Ist das noch zeitgemäß?

Rolls-Royce Phantom V von John Lennon
Der Rolls-Royce Phantom V von John Lennon hat Kult-Status.

Take the best! – Der Phantom von Rolls-Royce

Schon vor über 100 Jahren formulierte Sir Henry Royce seinen Leitspruch: „Take the best that exists and make it better!“ Für Torsten Müller-Ötvös und seine Auto-Baumeister gilt er bis heute: „Jeder neue Phantom muss immer wieder Maßstäbe setzen, um die Wünsche der anspruchsvollsten Kunden zu erfüllen – durch Streben nach Perfektion, als Ergebnis visionärer technischer Entwicklungen, durch ästhetische Klarheit und aufgrund des tiefen Verständnisses bei Rolls-Royce, was echten Luxus definiert.“ Der Phantom VIII ist der erste mit Allradantrieb, dabei pflegt er wie seine Vorgänger die Rolls-Royce Tradition: Das feine Surren der Coach Doors, der sich der größten Bequemlichkeit zuliebe nach vorne öffnenden Portaltüren, ist geblieben. Weicher Flausch bedeckt den Boden. Die Oberflächen kleiden feinstes Leder und edelste Hölzer, gefertigt von den besten der besten Kunsthandwerker. In die „Art Gallery“ im Armaturenbrett kann ein Bild oder eine Skulptur des Lieblingskünstlers unfallsicher eingebaut werden. Ein Programm steuert rund 1.200 Lichtpunkte so, dass sie das Sternbild am Geburtstagshimmel des Rolls-Royce Besitzers zeigen. Um nur ein paar der feinen Stilmittel zu nennen.

Als moderner Klassiker geboren: der neue Phantom VIII

Das autonome Fahren der Zukunft hinkt Rolls-Royce jetzt schon hinterher: sich von einem professionellen Chauffeur fahren zu lassen, statt von einem Roboter, wird sich wahrscheinlich immer angenehmer und luxuriöser anfühlen. Die meisten Kunden, die den Kaufpreis von um die halbe Million bezahlen können, leisten sich einen Fahrer. Sie genießen die Landschaft und ihre eigene Welt nahezu lautlos. 130 Kilo diskret verbaute Dämmmaterialien sorgen dafür, dass der Phantom VIII nochmals um zehn Prozent leiser ist als sein Vorgänger, der schon kaum hörbar flüsterte. In den Reifen schluckt Schaum den Schall. Die neuen technischen Finessen sollten auch jenen Rolls Royce-Besitzern gefallen, die sich manchmal gerne selbst hinter das Steuer setzen, weil sie Spaß daran haben. Der 12-Zylinder Ottomotor beschleunigt die Limousine auf bis zu 250 km/h.

Rolls-Royce Phantom VIII
Die Nachfrage nach dem neuen Phantom VIII ist hoch.

Kunden müssen schon auf den Phantom VIII warten

Vom Rolls-Royce Phantom der siebten Generation wurden seit der Einführung knapp 7000 Exemplare der Luxuslimousine in der Manufaktur im südenglischen Goodwood gebaut. Frank Thiemann, Head of Corporate Communications Europe and CIS, auf die Frage, wie hoch die Nachfrage nach dem neuen Phantom ist: „Sehr positiv. Aktuell müssen wir unsere Kunden um einige Monate Geduld bitten, bis sie ihren neuen Rolls-Royce bekommen.“

Und wer wird das sein? „Auch hier können wir keine Details nennen, da unsere Kunden hohe Vertraulichkeit von uns erwarten.“ (Thiemann)

Man darf also schon gespannt sein, wer sich bald darin zeigt – zumal mit welchen Sonderanfertigungen, die Rolls-Royce selbstverständlich nach Wunsch und perfekt ausführt. Der Phantom von John Lennon war zum Beispiel sonnengelb mit psychedelisch darauf gemalten Girlanden und Blumen. Sultan Sir Mohammed Schah Aga Khan wünschte sich in seinen Phantom IV rotes Connolly Leder. Die Verwirklichung von Individualität auf allerhöchstem Niveau bleibt der wahre Luxus.

Die Ausstellung im Rolls-Royce Studio im BMW Haus, Kurfürstendamm 31, Berlin, ist wie folgt geöffnet:

Montag bis Freitag 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen erhalten Sie auf https://rolls-roycemotorcars.de

Autorin: Cora Keller

Fotos: Rolls-Royce